Erkrankungen des Mesenteriums

Die Sensationsmeldung rund um das neu entdeckte Organ mag nicht jeden in der Fachwelt gleichermaßen beeindrucken, jedoch verbindet man mit der neuen Kategorisierung des Gewebes Hoffnungen auf intensivere Forschungsarbeiten auf diesem Gebiet. Auch vor der Meldung zum Jahresanfang wurde an einigen Universitäten das Gekröse (Mesenterium) und insbesondere das damit verbundene Bauchfett erforscht. Dieses Bauchfett ist vermutlich an der Entstehung des sogenannten „Bierbauchs“ beteiligt, weshalb es im Rahmen der Fettsucht- und Diabetesforschung bereits seit Jahren erforscht wird, so Ulrich Fölsch (Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin). Laut Coffey und O’Leary können aber nun Forschungserkenntnisse aus allen Disziplinen, die das Mesenterium betreffen, besser zusammengeführt und weiter analysiert werden.

Dass das Gekröse als eine Art Halteapparat für die verschiedenen Darmanteile und für andere innere Organe dient und sie durch Blut- und Lymphgefäße versorgt, sei zwar lange Zeit klar gewesen, aber nicht die Tatsache, dass das Gewebe an immunologischen und einigen anderen wichtigen Prozessen des gesamten Körpers beteiligt ist. Das Gekröse bietet vermutlich nicht nur eine Art „Infrastruktur“, sondern hat auch eine regulierende Wirkung, weshalb seine Bedeutung für verschiedene Erkrankungen, wie Darmkrebs, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Diabetes und Fettleibigkeit in Zukunft neu erforscht und bewertet werden muss.

Bisher werden keine speziellen Erkrankungen mit dem Mesenterium in Verbindung gebracht. Sobald weitere Erkenntnisse aus der Forschung vorliegen und bestimmte Erkrankungen mit den Funktionen oder Dysfunktionen des Mesenteriums assoziiert werden können, können Sie hier alle relevanten Informationen zu diesem Thema finden.

Welche Rolle spielt das Mesenterium (Gekröse) bei der Entstehung von Krankheiten?

Forscher aus Irland (Coffey und O’Leary) weisen auf mögliche Zusammenhänge zwischen bekannten Erkrankungen und dem Mesenterium hin. Die Aufmerksamkeit, die das Gekröse, eine bislang nicht genug beachtete anatomische Struktur nach der Veröffentlichung des Artikels in „The Lancet“ erhalten hat, könnte bewirken, dass wir in Zukunft bereits bekannte Krankheiten und ihre Ursachen besser verstehen werden können.…

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