Diagnostik möglicher Erkrankungen des Mesenteriums (Gekröse)

Dass das Gekröse (Mesenterium) nun offenkundig als Organ eingestuft wird, ist ein großer Vorteil – nicht zuletzt könnte die Publicity, die dieser Teil unseres Körpers momentan genießt, das Gekröse vielen Medizinern wieder einmal ins Gedächtnis rufen. Beispielsweise versorgen die im Mesenterium verlaufenden Gefäße den Darm mit Blut. Eine Störung dieser Blutversorgung kann zu akuten Durchblutungsstörungen und bereits innerhalb von sechs Stunden zu einer teils irreversiblen Schädigung des Darmgewebes führen. Trotz der schwerwiegenden Folgen gilt diese Erkrankung als unterdiagnostiziert, da im Falle von akutem Bauchschmerz schlicht und einfach „nicht daran gedacht“ wird. Die Sterblichkeit bei dieser Erkrankung beträgt daher nach wie vor 50 – 70 Prozent (Deutsches Ärzteblatt, 2012).

Darüber hinaus bergen zukünftige Forschungsarbeiten das Potenzial, auch andere bekannte Erkrankungen besser zu verstehen und zu diagnostizieren sowie weitere Erkrankungen zu entdecken, die mit dem Mesenterium und seiner Funktion oder Dysfunktion im Zusammenhang stehen. Auf diesen Seiten möchten wir Sie über das Mesenterium und die möglichen neuen Diagnosemethoden informieren, die in Zukunft erforscht und entwickelt werden.