Hier erfahren Sie alles über das neu entdeckte Organ Mesenterium, das zu deutsch auch als Gekröse bekannt ist. Dieser wissenschaftliche Fund ist bereits jetzt auf breites Interesse gestoßen und wirft noch viele Fragen auf, die in Zukunft erforscht werden sollen. Längst wird darüber diskutiert, ein vollkommen neues Fachgebiet einzurichten und es nach dem neu entdeckten Organ zu benennen: die Mesenterologie oder Gekrösologie. Wissenschaftler messen diesen neuen Erkenntnissen vor allem deshalb eine besondere Bedeutung zu, weil die weitere Erforschung dieses Organs das Potenzial hat, enorm zur weiteren Aufklärung von wichtigen Zusammenhängen beizutragen, die bei Erkrankungen wie Diabetes oder Fettleibigkeit eine bedeutende Rolle spielen. Halten Sie sich auf dem Laufenden und lesen Sie hier alle relevanten News und Erläuterungen zur spannenden wissenschaftlichen Neuentdeckung.

Gekröse – Mesenterium

Gekröse – auch als Mesenterium bezeichnet – ist der Medizin schon seit langem bekannt. Zwei Forscher aus Irland haben im Jahr 2016 jedoch herausgefunden, dass es sich dabei um ein eigenständiges Organ im menschlichen Körper handelt. Sämtliche Ergebnisse der Forschungsarbeit der Mediziner Calvin Coffey und Peter O’Leary können im Fachblatt „The Lancet“ nachgelesen werden. Es gibt jedoch auch Stimmen anderer Mediziner: Sie sagen, es sei keine neue Erkenntnis, dass es sich beim Mesenterium um ein Organ handelt.

Was das Mesenterium ist, welche Funktionen es erfüllt und welche Krankheiten damit in Verbindung stehen und auch wie diese diagnostiziert und behandelt werden können, erfahren Sie hier.

Was ist das Gekröse (Mesenterium)?

Bei Gekröse, auch als Mesenterium oder Meso bezeichnet, handelt es sich um eine Verdopplung des Bauchfells (Peritoneums). Es funktioniert ähnlich wie eine Art Aufhängeband für den Darm. Am Mesenterium ist der Darm zum Teil befestigt, weshalb sowohl Fixierung als auch Beweglichkeit gleichzeitig ermöglicht werden.

Grundsätzlich werden mit dem Begriff Mesenterium sämtliche Gekröse aller Organe innerhalb des Bauchfells beschrieben. Im engeren Sinne wird mit dem Begriff aber nur das Gekröse des Dünndarms (Ileum – Krummdarm und Jejunum – Leerdarm) bezeichnet.

Anantomischer Aufbau des Mesenteriums

Die jeweiligen Abschnitte des Darms sind teilweise an den Mesenterien sind die aufgehängt. Sie sind dadurch zwar fixiert, bleiben aber beweglich. In den Mesenterien sind zur Versorgung des Dünndarms Lymphbahnen, Nerven, Gefäße sowie Fett- und Bindegewebe enthalten.

An den Schlingen des Darms geht das Mesenterium in die so genannte Serosa des Darms– eine überziehende Haut mit glatter Struktur- über. Als Gekrösewurzel (radix mesenterii) werden alle Befestigungen des Mesenteriums bezeichnet, die vom Organ entfernt liegen. Hier treffen parietales und viszerales Blatt des Bauchfells aufeinander. Sofern ein Mesenterium sich zwischen zwei Organen aufspannt, bezeichnet die Medizin dies als Ligament.